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Die Gewinne südkoreanischer Privatanleger aus dem Aktienhandel fließen in den Luxuswohnungsmarkt, wobei in den ersten vier Monaten dieses Jahres über 37 Billionen KRW aus Aktien- und Anleihefonds in den Immobilienmarkt von Seoul umgeschichtet wurden.BlockBeats News, 16. Juni. Durch die KI-Welle, welche die Aktienkurse von Tech-Giganten wie SK Hynix steigen lässt, zeigt sich der südkoreanische Aktienmarkt in diesem Jahr besonders stark. Privatanleger haben nach Gewinnmitnahmen umfangreich in den hochpreisigen Immobilienmarkt umgeschichtet. Laut Daten des südkoreanischen Ministeriums für Land, Infrastruktur und Transport sind von Januar bis April 2026 etwa 3,7 Billionen koreanische Won (circa 16,5 Milliarden Dollar) aus dem Verkauf von Aktien und Anleihen durch südkoreanische Einwohner in Wohnimmobilien geflossen. 65,5% davon, etwa 2,4 Billionen koreanische Won, konzentrierten sich auf Seoul, insbesondere auf wohlhabende Gegenden wie Gangnam-gu (370,7 Milliarden Won), Songpa-gu (353,2 Milliarden Won) und Seocho-gu (290,4 Milliarden Won). Luxusimmobilien im oberen Segment sind zum Hauptziel der Investitionen geworden. Der Anteil der aus Aktien- und Anleiheverkäufen stammenden Mittel, die für den Erwerb von Wohnungen über 1,5 Milliarden koreanischen Won (circa 6,7 Millionen Dollar) verwendet wurden, lag von 2020 bis 2025 unter 5%. In diesem Jahr ist er jedoch stark gestiegen: 9,3% im Januar, 9,8% im März und im April erstmals über 10%, mit 13,2%. Das entspricht nahezu dem Dreifachen des jahresdurchschnittlichen Anteils der Vorjahre. Die Altersgruppe der 30-Jährigen ist zur größten Gruppe von Immobilienkäufern geworden. In den ersten vier Monaten dieses Jahres haben die 30-Jährigen Aktien- und Anleihemittel in Höhe von 125,9 Milliarden koreanischen Won (circa 560 Millionen Dollar) zum Erwerb von Immobilien eingesetzt und damit die Altersgruppen der 40er (110,9 Milliarden Won), 50er (80,2 Milliarden Won) und über 60-Jährigen (48,9 Milliarden Won) übertroffen. Gleichzeitig erreichte der Anteil der Erstkäufer bei den Sammelwohnanlagen in Seoul von Januar bis Mai mit 45,6% einen historischen Höchstwert seit 2010. Über die Hälfte dieser Erstkäufer gehört zur Gruppe der 30-Jährigen. Hinter dem Wohlstandseffekt des Aktienmarkts vergrößert sich jedoch weiterhin die Wohlstandslücke. Der Gini-Koeffizient des Nettovermögens in Südkorea ist von 0,584 im Jahr 2017 auf 0,625 im Jahr 2025 gestiegen und erreicht damit den höchsten Wert seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 2012. Die Bank of Korea warnt, dass steigende Immobilienpreise die Vermögensungleichheit zementieren und die breite Einführung von KI die Einkommensschere weiter öffnet. Der wirtschaftliche Status der wohnungslosen Bevölkerung und der jungen Erwachsenen nimmt deutlich ab. In Haushalten im unteren 20% nach Nettovermögen und Einkommen ist der Anteil der 20- bis 30-Jährigen von 7,9% im Jahr 2020 auf 15,2% im Jahr 2025 gestiegen und hat sich damit innerhalb von fünf Jahren fast verdoppelt.